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In Österreich stehen Unternehmen auch im vierten Lockdown wieder die bewährten Hilfen offen.
In Österreich stehen Unternehmen auch im vierten Lockdown wieder die bewährten Hilfen offen.
© getty images

Corona-Hilfen für Gastronomie und Hotellerie im Überblick

25.11.2021

Der Rahmen für die Corona Wirtschaftshilfen für Unternehmen in den vom Lockdown betroffenen Branchen wurde verlängert. Saisonbetriebe bekommen eine Saisonstarthilfe neben der Kurtarbeit. Hier eine Übersicht. 

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aktualisiert am 26.11.2021, 12:15

Was nicht möglich schien, ist eingetreten: Ein Lockdown legt Gastronomie und Hotellerie auf Eis. Zumindest der Rahmen für die Wirtschaftshilfen, die Unternehmen in der Pandemie das Überleben sichern soll, wurde über den Jahreswechsel verlängert. Welche Hilfen derzeit zur Verfügung stehen, sind folgender Grafik (von Prodinger Tourismusberatung) zu entnehmen.  

Statt Kurzarbeit: Saisonstarthilfe

Für die Kurzarbeit ist  ein Monat Beschäftigung mit vollem Gehalt Voraussetzung, was für Saisonbetriebe, die mit November einstellten, ein Problem ist. Nun gibt es dafür eine halbwegs dienliche Lösung: Für Neuanstellungen bekommen Betriebe 65 Prozent des Bruttogehalts (inklusive aller Lohnnebenkosten) vom AMS refundiert, wobei die Arbeitnehmer den vollen Lohn bekommen. Diese Saisonstarthilfe zur Fachkräftesicherung gilt für alle Personen, die zwischen 3. November und dem 12. Dezember angestellt werden. Kontrollen sollen Missbrauch verhindern.

500 Euro Kurzarbeitbonus 

Beschäftigte, die lange in Kurzarbeit sind, werden extra unterstützt und erhalten einen Bonus von 500 Euro netto. Voraussetzung ist, dass sie im November 2021 in Kurzarbeit waren und seit März 2020 insgesamt 10 Monate oder länger für Kurzarbeit angemeldet waren. Der Bonus für "Langzeit-Kurzarbeitende" bekommen nur jene, deren Bemessungsgrundlage kleiner als 50 Prozent der Höchstbemessungsgrundlage ist. Auch Arbeitnehmer in Trinkgeld-Branchen werden ab Dezember besonders unterstützt.
 

Vorsicht beim Verlustersatz

Vorsicht gilt beim Ausfallbonus und dem Verlustersatz. Denn hier setzt der Gesetzgeber eine Marke von einem Umsatzrückgang von mindestens 40 Prozent. Wenn man jetzt im Lockdown etwa Take-Away anbietet, könnte es sein, dass ein Betrieb um diese Leistung fällt. Hier wird es noch Nachverhandlungen geben.

Liquidität schaffen

Die am Jahresende teilweise fälligen Sonderzahlungen und SVA-Zahlungen werden fällig und verlangen nach Cash. Diese Liquiditätsengpässe müssen behoben werden. Viele Betriebe machten von der Möglichkeit der Beitragsstundungen und Vergabe von Überbrückungskrediten gebrauch – auch hier kann es zu Zahlungsengpässen kommen.

Autor: 
Daniel Nutz
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