Direkt zum Inhalt
© Doemens© Bierland Österreich© Doemens

WM-Titel geht nach Deutschland

03.10.2019

80 Teilnehmer aus 18 Nationen traten zur 6. Biersommelier-WM in Rimini an. Der Titel geht an die 28-jährige Deutsche Elisa Raus. Österreich schrammte mit seinem neunköpfigen Team an den Stockerlplätzen vorbei.

 

Anzeige

Auch wenn es am Ende nicht für einen Stockerlplatz gereicht hat: Auf die Leistungen des rot-weiß-roten Biersommelier-Teams bei der Weltmeisterschaft in Rimini kann Österreich stolz sein. Das neunköpfige Team schlug sich in den Vorrunden tapfer, in die Endausscheidung der besten sechs schaffte es mit dem Oberösterreicher Julian Selinger ein erfahrener WM-Teilnehmer: Er war bereits vor zwei Jahren mit von der Partie. 

 Zum Wettbewerb – er wurde von der Doemens-Akademie organisiert – traten heuer 80 Biersommeliers aus 19 Nationen gegeneinander an. Der Ablauf: In Vorrunden stellten die Teilnehmer ihr Bierwissen und ihre sensorischen Fähigkeiten unter Beweis. Im Halbfinale traten die besten zehn Biersommeliers aus den Vorrunden mit einer Bierpräsentation gegeneinander an. Im Finale der besten sechs bestand die Aufgabe darin, ein den Teilnehmern zuvor unbekanntes Bier einer international besetzten Jury und dem Publikum zu präsentieren. 

Trappisten-Bier im Finale

Weltmeisterin wurde die 28-jährige Deutsche Elisa Raus aus Stralsund, die als Pressesprecherin der Störtebeker Braumanufaktur tätig ist. Sie ist nicht nur neue Titelträgerin, sie ist auch die erste Frau, die seit Bestehen der Weltmeisterschaft den Titel holen konnte. Ihre Finalpräsentation, in der sie ein Trappisten-Bier (Westmalle Tripel) vorstellen durfte, begeisterte schließlich die Jury. Platz zwei ging an die Schweiz (Patrick Thomi), Platz drei an Michael Friedrich – ebenfalls aus Deutschland. 

„Mit meinem Sieg bei der Weltmeisterschaft der Biersommeliers freue ich mich darauf, das Kulturgut Bier international repräsentieren zu dürfen. Dabei sind meine Hauptanliegen, die feine Sensorik, die bunte Vielfalt der Bierspezialitäten und die hohe Wertigkeit von Bier den Menschen und besonders den Frauen dort draußen nahezubringen und zu vermitteln,“ sagte die Weltmeisterin in einem ersten Statement.

„Auch wenn es heuer knapp nicht geklappt hat: Ich möchte unserem gesamten bierigen A-Team für die starke Teamleistung meine Hochachtung aussprechen und natürlich unseren Kollegen aus Deutschland herzlich gratulieren“, so die Geschäftsführerin des Brauereiverbandes, Jutta Kaufmann-Kerschbaum. Die nächste WM findet 2021 statt – in Österreich.

www.bierland-oesterreich.at

Autor: 
Alexander Grübling
Weitere Artikel