Direkt zum Inhalt
Viele KonsumentInnen wollen mit dem Kauf regionaler Produkte kleine bäuerliche Betriebe fördern. Gerade kleinere Betriebe produzieren oft ressourcenschonend im Rhythmus der Jahreszeiten.
Viele KonsumentInnen wollen mit dem Kauf regionaler Produkte kleine bäuerliche Betriebe fördern. Gerade kleinere Betriebe produzieren oft ressourcenschonend im Rhythmus der Jahreszeiten.
© thinkstock

Wie nachhaltig ist Ihre Tomate?

09.08.2017

Lebensmittel-Beschaffungspolitik: Warum Tomaten aus dem Folientunnel nachhaltiger sind als die im Glashaus.

Anzeige

Da kam Freude auf. Der 8.8. ist nicht nur ein chinesischer Glückstag und Tag der Katze, sondern auch Tag der Tomate. Und die Paradeiser sind bekanntlich mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 28 Kilogramm pro Person und Jahr das beliebteste Gemüse der Österreicher. Das Thema beim Gemüseeinkauf für den Gastronomen ist dabei immer mehr der Faktor Regionalität. Klar, der Kunde will‘s und auch die eigene Unternehmensmoral verlangt’s: Schließlich soll die umweltschonende und kleinbetriebliche Landwirtschaft gefördert werden.

Regionalität alleine ist zu wenig

Nun hat die Umweltorganisation Global 2000 aufgezeigt, dass Regionalität alleine aber nicht für eine verantwortungsvolle Einkaufspolitik reicht. Im Ressourcen-Check klar vorne liegt die Tomatenproduktion im Freiland oder im Folientunnel, die zwischen Juni und September – also gerade jetzt – Hochsaison hat. Im Folientunnel werden die Pflanzen direkt in der Erde, aber im Gegensatz zum Freilandanbau geschützt unter einer Folie angebaut. Beheizt werden Folientunnel meist gar nicht. Aus ökologischer Sicht ergibt diese Art von Anbau damit den vergleichsweise geringsten Ressourceneinsatz. Die meisten Tomaten werden aber im Glashaus gezogen (hier besteht der Vorteil, dass meist zehn Monate im Jahr gezogen werden kann, allerdings bei einem hohen Energieaufwand).  

Bio

Ob im Folientunnel oder im regulären Glashaus: klaren Vorzug bekommen aus Öko-Sicht, die Bio-Tomaten, bei deren Produktion keine chemisch-synthetischen Düngemittel und Pestizide verwendet werden, und die auch im Glashaus auf Erde wachsen. Es lohnt sich, die Lieferanten genau anzuschauen:  Gerade kleinere Betriebe produzierten oft ressourcenschonend im Rhythmus der Jahreszeiten, lautet der Rat von Global 2000.

Autor: 
Daniel Nutz
Weitere Artikel