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Pro & Contra: Freie Fahrt für Radler?

11.04.2019

Österreich soll ein führendes Radland werden. Diese Botschaft trägt die Österreich Werbung (ÖW) in der neuen Kampagne in alle Welt hinaus. Gleichzeitig beschweren sich Radler-Verbände darüber, dass es zu wenige autofreie Radwege, vor allem für Mountainbiker gibt. Vor denen müssen die Wanderer geschützt werden...

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PRO

Österreich soll ein führendes Radland werden. Diese Botschaft trägt die Österreich Werbung (ÖW) in der neuen Kampagne in alle Welt hinaus. Da ist es kontraproduktiv für das Tourismusland, wenn vielerorts die Wege abseits der Straßen und offiziellen Radwege stark eingeschränkt sind. Hintergrund: Es geht um Haftungsfragen, die oft nicht ganz so einfach zwischen den Beteiligten (z. B. Waldbesitzer und Alpinvereinen) zu klären sind. Hier braucht es eine Lösung, die dem Wunsch der Urlauber nach mehr Rad- und vor allem Mountainbikewegen entspricht. Also her mit den Trails und gut beschilderten Radrouten. Der Ausbau und die Pflege eines guten Radwegenetzes macht viel Arbeit und kostet Geld. Sanften Tourismus gibt’s nicht gratis. Auch nicht im Wald und am Berg. 

CONTRA

Aber gerade beim sanften Tourismus spießt es sich auch schnell. Dem durchschnittlichen Mountainbiker, besonders der Fraktion der „Downhiller“, geht es oft nicht in erster Linie um den kontemplativen Genuss der Natur, sondern um Action und Abenteuer. Warum auch nicht? Wenn Biker nach dem Motto „immer schneller, immer weiter“ durch Wald und Flur brausen, braucht es allerdings eine klare Trennung zwischen Biketrails und Wegen für Wanderer. Oder mehr Aufklärung durch die Tourismusverbände, dass Biker mehr Rücksicht nehmen sollen. Aber die wissen das eh, oder? Es sollte in unseren Wäldern und Tälern nicht zu Zuständen wie in manchen Städten oder am Donauradweg kommen: Alle gegen alle! Und wehe, wenn erst die Elektroscooter kommen!

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