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Aller Voraussicht nach dürfen Betriebe ihren Schanigarten öffnen - rund um Ostern. In Vorarlberg kommen die Lockerungen früher, und in größerem Umfang.
Aller Voraussicht nach dürfen Betriebe ihren Schanigarten öffnen - rund um Ostern. In Vorarlberg kommen die Lockerungen früher, und in größerem Umfang.
© pixabay

Osterhase bringt Teilöffnungen

02.03.2021

In rund vier Wochen sollen Schanigärten in ganz Österreich öffnen dürfen. Die Vorarlberger dürfen sich ab dem 15. März über größere Lockerungen freuen.

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Die Regierung kündigt weitere Lockerungen an. Zu Ostern, also in rund vier Wochen, sollen österreichweit Schanigärten öffnen. In Vorarlberg wird es bereits ab dem 15. März größere Lockerungen geben. Ganz fix sind all diese Öffnungsschritte freilich nicht. Denn bis zu ihrem Inkrafttreten sind noch zwei bis vier Wochen Zeit und wenn es zu exponentiellem Wachstum kommt, wird man auf die Lockerungen verzichten müssen. 

Gesundheitsminister auf der Bremse

Die Landeshauptleute waren mit dem Wunsch nach Öffnungen nach Wien gereist. Praktisch alle von ihnen wollten der Gastronomie eine Perspektive bieten, möglichst schon Mitte März. Das Gesundheitsministerium, früher für eine eher lockerere Haltung bekannt, stand nach Informationen aus Verhandlungskreisen auf der Bremse, während das Kanzleramt, dereinst immer für möglichst strikte Maßnahmen, vermittelte und den Ländern einen Schritt entgegenkommen wollte.

Herausgekommen ist nun ein klassischer Kompromiss, den Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) indirekt damit begründete, dass man bis Ostern bei den Impfungen ein Stück weitergekommen sein wird. 

Im Ländle geht's los

Vorarlberg plant dafür schon Aufsperren im größeren Stil: Die Gastronomie soll mit 15. März nicht nur outdoor sondern auch in Innenräumen öffnen. Während für die Gastronomie also zumindest ein Silberstreif am Horizont erkennbar wird, ist die Sicht für Kulturszene und Tourismus noch ziemlich vernebelt. Kurz äußerte vorerst nur die Hoffnung, dass man hier im April Schritte wird setzen können. Versprechen könne er nichts. Das Oster-Geschäft ist für Hotels soundso endgültig dahin.

Reaktionen

Hotellerie, Gastronomie und Kaffeehäuser sind noch immer geschlossen, die Chance ab Monatsende die Gastgärten öffnen zu können, ist nur für einen Teil der Betriebe ein - sehr kleiner – Lichtblick. Für die Branchenvertreter der Wiener Gastlichkeit, Dominic Schmid (Fachgruppenobmann der Hotellerie), Wolfgang Binder (Obmann der Kaffeehäuser) und Peter Dobcak (Gastronomie-Obmann) sind die verlautbarten Perspektiven erschütternd: Für die Hotels gibt es keinerlei Öffnungs-Aussichten, Gastronomie und Kaffeehäuser können nur teilweise öffnen und das zu unklaren Rahmenbedingungen. 

Keine Betten, keine Touristen

„Der Großteil der Wiener Hotellerie ist nun schon seit letztem März geschlossen, die Öffnungsperiode im letzten Sommer konnten nur wenige nutzen und auch die haben herbe Verluste erlitten. Und dass jetzt nicht einmal mehr erwähnt wird, wann die Hotels wieder öffnen dürfen, nimmt uns die letzte Hoffnung“ zeigt sich Schmid bitter enttäuscht über die ausbleibenden Perspektiven für die Hotels. Er sieht viele Wiener Hotels schon jetzt vor dem Aus: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass ein Drittel der Hotels nicht mehr aufsperren werden können. Und dass damit auch ein Drittel der Touristen langfristig nicht mehr kommen werden, weil es keine Betten für sie gibt“.

Dobcak: "Unmöglich zu planen"

Für Gastro-Obmann Dobcak sind die nun vorgestellten Öffnungsschritte nicht nur schwer umzusetzen, sondern auch zu vage: „Wir wissen nicht wann und wie lange wir die Gastgärten öffnen dürfen und für wieviele Gäste. Dazu kommt dann noch der Einfluss des Wetters, das eine Öffnung natürlich auch verhindern kann – so ist es für uns unmöglich zu planen. Wenn das Wetter nicht mitspielt, entstehen hohe Kosten durch das Hochfahren der Betriebe, denen dann keinerlei Einnahmen gegenüber stehen. Will die Regierung, dass die Gastronomie überlebt, müssen schnell umfangreiche und anhaltende Hilfen angeboten werden“, fordert er eine Ausweitung der bisherigen Förderungen.

 

 

Autor: 
Redaktion.OEGZ
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