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Mehr Geld für Start-ups

21.11.2018

Falkensteiner Ventures fördert junge Tourismusunternehmen mit Geld und Know-how

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Erich Falkenseiner war selbst einmal Gründer, als er vor rund 40 Jahren in Südtirol als Hotelier anfing und später viele weitere Unternehmen gründete und Ideen umsetzte. Heute ist er der Chairman der FMTG Falkensteiner Michaeler Tourism Group und hat in den letzten Jahren Start-ups (z. B. RateBoard, Smart Host und SuitePad) bei den ersten erfolgreichen Schritten als Mentor und Financier zur Seite gestanden. Das will er jetzt weiter ausbauen und hat mit dem Ex-Managing Director von Thomas Cook International, Beat Blaser, die Falkensteiner Ventures gegründet, um weiteren Start-ups aus Hotellerie, Tourismus und Freizeit mit Seed-Finanzierungen, Venture-Kapital, Räumlichkeiten und einem starken Netzwerk unter die Arme zu greifen.

Camping oder Altenpflege

Sie suchen Ideen auch aus der Parahotellerie für Ferienwohnungen oder Camping. Auch die Altenpflege wird in naher Zukunft zu einem Hotelthema werden, ist sich Erich Falkensteiener im Gespräch mit der ÖGZ sicher. Beat Blaser sagt: „Die Hotel- und Reiseindustrie ist auf neue Konzepte angewiesen, arbeitet aber häufig noch sehr traditionell und eingefahren. Die Herausforderung ist, innovative kundenzentrierte Geschäftsideen der Start-ups mit den Bedürfnissen etablierter Unternehmen abzugleichen.“

Was sollte ein Start-up-Unternehmen mitbringen, das sich ab sofort bei Falkensteiner Ventures bewerben kann? „Sie sollten mindestens zu zweit sein“, sagt Erich Falkensteiner. „Einzelkämpfer haben keine Chance.“ Von Überfliegern hält er auch nichts. Überhaupt ist ihm das Team fast wichtiger als die Idee. „Die Chemie muss stimmen – auch mit uns, mit unserer eher bodenständigen Philosophie“, sagt er. 
Dann verkrafte man auch ein Scheitern und stehe gemeinsam wieder auf. „Viele Start-ups sind gezwungen, nach den ersten zwölf Monaten ihr ursprüngliches Geschäftsmodell zu überarbeiten, das klappt nur, wenn man zusammenarbeitet.“

Ideen entwickeln

Natürlich muss man auch eine gute Idee haben. Aber die muss noch gar nicht ausgearbeitet sein. „Das entwickeln wir dann zusammen“, sagt Falkensteiner. Auch den Businessplan. Die Start-ups bekommen die Möglichkeit, ihre Produkte und Geschäftsmodelle mit erfahrenen Speziaisten und Coaches zu „challengen“ und weiterzuentwickeln. Sie erhalten eine Seed-Finanzierung von bis zu 500.000 Euro und Räumlichkeiten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Im Falle eines Erfolges steigt Falkensteiner Ventures irgendwann wieder aus. Ihm geht es um die Frühphase, da beteiligt er sich mit bis zu 70 Prozent, weil er weiß, wie schwierig die ist. Wenn dann die großen Kapitalfonds kommen, möchte er nicht mehr dabei sein. Das ist dann nicht mehr die Rolle eines „Business Angel“. Die Stärke von Falkensteiner Ventures sieht er in der Marktkenntnis. Man wird sehr selektiv vorgehen, „wir sind keine Getriebenen, wir werden uns das sehr genau ansehen“. Er erwähnt ausdrücklich, dass Gründer nicht unbedingt „jung“ sein müssen

Autor: 
Thomas Askan Vierich
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