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Coronakrise: Beinahe jede zehnte Stelle fällt bei Heineken weg.
Coronakrise: Beinahe jede zehnte Stelle fällt bei Heineken weg.
© Eloísa Garrido / Pixabay

Krise sorgt bei Heineken für Kater

11.02.2021

Die niederländische Brau Union-Mutter streicht weltweit 8000 Stellen. Wie wirkt sich das in Österreich aus?

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Auch Riesen sind nicht unantastbar. Das bekommt jetzt auch Heineken zu spüren. Der weltweit agierende Bier-Konzern, zu dem auch die österreichische Brau-Union gehört, ist von der Coronakrise schwer getroffen und streicht weltweit 8000 Arbeitsplätze. 

Die Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen der Regierung hätten weiterhin einen "maßgeblichen Einfluss auf unsere Märkte und unsere Geschäftstätigkeit", erklärte das Traditionsunternehmen bei der Vorstellung der Jahreszahlen. So sei 2020 ein "noch nie zuvor da gewesenes Jahr des Umbruchs" gewesen, erklärte Firmenchef Dolf van den Brink.

204 Millionen Euro Verlust

Heineken verbuchte im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 204 Millionen Euro. Im Vorkrisenjahr 2019, bevor weltweit die Gastrobetriebe wegen der Corona-Pandemie dichtmachten, hatte unterm Strich noch ein Gewinn von 2,1 Milliarden Euro gestanden. Die Umsätze der weltweit zweitgrößten Brauerei fielen um 17 Prozent auf 23 Milliarden Euro. Heineken beschäftigt weltweit mehr als 85.000 Menschen. Für das laufende Jahr prognostizierte der Vorstand einen Umsatz und ein Betriebsergebnis unter dem Niveau von 2019.

Brau Union: Kurzarbeit

Und wie sieht die Situation in Österreich aus? Bei der Brau Union sind nach Angaben von Unternehmenssprecherin Gabriela Maria Straka derzeit 1.400 der insgesamt 2.700 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Dieser Umstand sei vor allem der Gastronomie geschuldet. Wegen der Krise werde derzeit auch weniger Bier produziert. So werde die fehlende Nachfrage aus der Gastronomie kompensiert, weggeschüttet werden mussten nur sehr geringe Mengen an Bier und nur, wenn sie sich bereits beim Gastronomen befunden haben.

Die Brau Union fordert zudem eine ehestmögliche Gastronomie-Öffnung. "Wir glauben, dass das Öffnen möglich ist", so Gabriela Maria Straka gegenüber der APA

 

Autor: 
Alexander Grübling
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