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Hygiene wird vorausgesetzt

14.03.2013

Das Grand Hotel in Wien hat mit Horst Mayer einen neuen Direktor, der betont, dass in der Luxuskategorie Hygiene Grundvoraussetzung ist und nicht explizit kommuniziert werden muss.

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Das Grand Hotel am Ring in Wien blickt bereits auf 140 Jahre gelebte Hoteltradition zurück. Seit vier Monaten leitet Horst Mayer die Luxusherberge – zuletzt lenkte er die Geschicke im Hotel Maritim in Frankfurt am Main. Eines der besonderen Markenzeichen des Hauses ist für Mayer das vielschichtige Gastronomiekonzept, mit dem sich das Haus von anderen Luxushotels der Stadt unterscheidet. „Auch in einem Luxushotel gibt es immer etwas zu verbessern. Wir haben im letzten Jahr bei laufendem Betrieb viele Zimmer renoviert und werden heuer die Suiten neu gestalten. Die Suite 605 mutierte zum Spa 605, das nunmehr eine Damensauna, eine gemischte Sauna, das Dampfbad sowie zwei Behandlungsräume für exklusive Massage- und Kosmetikanwendungen beherbergt. Das Investitionsvolumen für den exklusiven Spa-Bereich mit einem Fitnessraum, der auch als Day-Spa beworben wird, betrug 700.000 Euro. Es gab Untersuchungen, dass Businessreisende ein Hotel aussuchen, das über ein Schwimmbad verfügt – aber nur zwei Prozent nutzen dieses dann tatsächlich. Wichtiger ist ein hochwertiger Spa-Bereich sowie eine Work-out-Area mit Fitness- und Cardiogeräten. Wir werden auch im Gastronomiebereich einiges verändern, aber mehr will ich noch nicht verraten", schmunzelt Horst Mayer.

Konkurrenz belebt Geschäft

In Zukunft wird der Wiener Hotelmarkt von seinen Hoteldirektoren genauer analysiert werden müssen. Die Gästezahlen nehmen beständig zu, aber in welchen Segmenten steigen die Gäste tatsächlich ab? „Konkurrenz belebt das Geschäft. Jedes neu hinzukommende Hotel bedeutet, dass man noch mehr tun muss. Neue Hotels bringen neue Gäste; davon können wir profitieren und sollten die Chance ergreifen, neue Gäste für uns zu gewinnen. Jedes hinzukommende Hotel, das mit hohen Hotelzimmerpreisen in den Markt geht, gereicht zum Vorteil der anderen auf dem Markt befindlichen Hotels. Wir werden es dennoch nicht schaffen, Zimmerraten wie in London oder Paris zu erreichen", ist Mayer überzeugt. Ziel der Luxushotellerie ist es, den Service für die Gäste, der zu mehr Wohlbefinden bei diesen führt, weiterzuentwickeln. In den höchsten Kategorien ist der Service das Unterscheidungsmerkmal. Dazu gehört insbesondere das Housekeeping. „Unser gesamtes Housekeeping-Team setzt sich aus eigenen Mitarbeitern zusammen – es ist eine gewachsene Struktur im Grand Hotel. Für die Bereiche Front-Office, Technik und Housekeeping zeichnet die Rooms-Division- Managerin verantwortlich.

Sie kümmert sich auch um die Einschulung und Unterweisung neuer Zimmermädchen. Diese werden zwei Wochen lang geschult und gehen mit einer langjährigen Mitarbeiterin des Hauses mit, bevor sie eigenverantwortlich die Zimmerreinigung vornehmen dürfen", erklärt Mayer, der auch nicht über mangelnde Bewerbungen im Bereich Housekeeping klagt. „Wir prüfen unsere Zimmermädchen sehr genau, denn sie müssen festgelegte Standards – hierfür gibt es einen eigenen Katalog – umsetzen können. Bei einem Fünf-Sterne-Luxushotel ist es eigentlich eine Grundvoraussetzung, dass Hygiene und Sauberkeit gewährleistet ist, die man den Gästen nicht explizit kommunizieren muss", betont Mayer. Das Grand Hotel möchte sich in vielen Details von seinen Marktbegleitern unterscheiden und damit bei den Gästen profilieren.

In einem Haus der Luxuskategorie ist es Standard, dass jeden Tag die Bettwäsche gewechselt wird. „Wir haben unsere eigene, gebrandete Tisch-, Bett- und Frotteewäsche, die von Salesianer Miettex gereinigt wird. Dies ist eine Kooperation auf höchstem Niveau, das Unternehmen arbeitet nach strengen Hygienerichtlinien, und wir können uns darauf verlassen, dass die Wäsche nach den höchsten Qualitätsstandards gereinigt wird", erklärt Horst Mayer. Irene Stelzmüller

www.salesianer.com

Autor: 
Redaktion.OEGZ
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