Direkt zum Inhalt

Hotellerie in Wien: zäher Restart und Angebote für Wiener

27.05.2020

Buchungszahlen für Juni noch unter 10 Prozent - Obmann Schmid setzt auf deutsche Touristen und will Wiener ins Hotel bringen sowie die Kurzarbeit bis 2021 verlängern.

 

Anzeige

Es ist keine überschäumende Vorfreude, mit der der Wiener Hotellerie-Obmann Dominic Schmid auf die Wiedereröffnung der Hotellerie blickt: „Wir sehen für den Juni nur eine 5- bis 10-prozentige Auslastung. Um positiv zu bilanzieren, benötigen wir jedoch 77 Prozent“. Er hofft, dass die Öffnung der Grenzen zu Deutschland ab Mitte Juni weitere Gäste in die Bundeshauptstadt locken wird. Und er will auch die Wienerinnen und Wiener mit eigenen Angeboten zum Urlaub in der Heimat – samt Übernachtung im Hotel - motivieren.

 

Urlaub in der eigenen Stadt?
 

Es sollen verstärkt auch Gäste aus Österreich, sogar aus Wien selbst gewonnen werden. Schmid: „Wir wollen die Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten in Wien aufzeigen und bewerben. Da kann auch ein Wiener eine Nacht in einem Hotel buchen, um etwa in heißen Sommernächten die Klimatisierung zu genießen, sich einfach verwöhnen zu lassen oder auch touristische Hotspots, wie etwa die Donauinsel, voll auskosten zu können“. Dass Wien auch für Österreicher interessant ist, zeigen die mehr als drei Millionen heimischen Nächtigungen des Jahres 2019.

Mit einer spürbaren Entspannung der Lage für die Wiener Hotellerie rechnet Schmid frühestens im Herbst, ab September könnte das besonders wichtige Segment der Geschäftsreisen wieder Fahrt aufnehmen, wenn die Reisebeschränkungen in Europa und weltweit wieder gelockert werden. Aber auch hier gilt dann: „März bis Juni waren in den letzten Jahren starke Monate für Geschäftsreisende, der Verlust dieser Buchungen wird heuer keinesfalls mehr aufzuholen sein“.

Deshalb hält Schmid eine Verlängerung der Kurzarbeit für seine Branche für wichtig: „Kurzarbeit ist eine wichtige Maßnahme für die Betriebe, um bewährte Mitarbeiter nicht kündigen zu müssen. Für die Hotellerie wird sie aber noch bis zum zweiten Quartal 2021 notwendig sein.“
 

Weitere Artikel