Direkt zum Inhalt
Familienurlaub wird der Urlaubstrend Nummer 1
Familienurlaub wird der Urlaubstrend Nummer 1
© IHA

Gutschein statt Storno & Urlaubsbonus für Kurzarbeit

08.04.2020

ÖHV-Offensive für Tourismus-Arbeitsplätze: Statt Schockstarre neue Ideen entwicklen und umsetzen!

Anzeige

In 4 von 10 Hotels Einbußen über 50 %, im Durchschnitt, 700.000 Euro Umsatzverlust seit dem Ausbruch von Covid-19 in Österreich, 36% der Buchungen für den Sommer storniert und kein Ende in Sicht, fasst Präsidentin Michaela Reitterer die aktuelle Branchenbefragung der Österreichischen Hoteliervereinigung zusammen: „Da gehen selbst finanziell fitte Betriebe über kurz oder lang in die Knie, und eine Kehrwende ist nicht in Sicht“,

 

Hoffnung Inlandstourismus

 

Dass der Tourismus besonders stark getroffen ist und am längsten mit der Krise kämpfen wird, bestätigt Oliver Fritz, Tourismus-Experte des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO): „Selbst wenn sich ab Herbst die Nachfrage aus dem Ausland wieder erholt, werden die Nächtigungen 2020 um mindestens ein Viertel unter dem Niveau des Jahres 2019 liegen. Die Hoffnung liegt auf einer raschen Belebung des Inlandstourismus.“

 

Mit Urlaubsbonus Arbeitsplätze retten

 

Es brauche rasch effektive Maßnahmen, um die Branche über den Sommer zu retten: „Da braucht es deutlich mehr als alles, was wir bisher gesehen haben.“ Reitterer wünscht sich neben „der besten und größten Kampagne für Urlaub in Österreich, die wir jemals gesehen haben“  auch zusätzliche Kaufanreize: „Viele Menschen werden sich nach den Einkommensverlusten durch die Krise keinen Urlaub leisten können: Unterstützen wir die Familien, unterstützen wir alle, die in dieser harten Zeit durch den Gang in die Kurzarbeit einen wertvollen Beitrag für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze geleistet haben, mit einem einmaligen Urlaubszuschuss“, so Reitterer. „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen!“

 

Gutschein statt Storno: Erfolgsmodell in Europa durchsetzen

 

Außerdem regt Reitterer an, internationale Best Practice-Beispiele zu übernehmen. So werden in Deutschland, Italien, Spanien und Belgien abgesagte Reisen nicht gleich storniert, sondern in Gutscheine umgewandelt: „Die dringend benötigte Liquidität bleibt in den Hotels, der Staat muss nicht noch mehr Geld hineinpumpen und den Gästen bleibt die Anzahlung komplett erhalten.“ Einwände, dass es auf europäischer Ebene Probleme geben könnte, lässt Reitterer nicht gelten: „Warum soll etwas in so vielen Ländern funktionieren und bei uns nicht? Wenn nötig, passen wir die Spielregeln eben an. Wie heißt es so schön? Wir sind Europa! Das muss mehr sein als eine leere Phrase!“