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© Elias Jerusalem

Gute Zweitverwertung

10.04.2019

In Mittelkärnten werden alte bäuerliche „Schatzkästlein“ jetzt als Unterkünfte verwendet.
 

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Meist eingebettet in Wiesen und Wälder, etwas abseits des Bauernhofes liegen die sogenannten „Troadkåst’n“. Sie sind in einer Holzblockbauweise und meist quadratisch geschaffen und stehen einfach relativ ungenutzt in der Kärntner Landschaft herum. Mit ihren zwei, drei Etagen haben sie einen romantischen, wehrhaften Touch. Doch ursprünglich dienten sie als bäuerlicher Hofspeicher. 
In Kärnten sind sie vor allem in der Region um St. Veit und Feldkirchen beheimatet und dienten dazu, Vorräte und Saatgut zu lagern. Darum wurden sie von der hiesigen Bevölkerung auch als „Schatzkästlein“ des Bauern bezeichnet. Aus Gründen des Feuerschutzes verwendete man ausgesuchtes Bauholz, das nach althergebrachtem Wissen bei Neumond im Winter geschlägert wurde.
Mit den Modernisierungen auf den Bauernhöfen, verloren die „Troadkåst’n“ ihre Bedeutung als Lager. Und kamen so zu einer touristischen Bedeutung. Aufwendig restauriert und mit zeitgemäßem Standard versehen, sind daraus nun Unterkünfte an den landschaftlich schönsten Plätzen Mittelkärntens geworden. So entstanden kuschelige Kleinode revitalisierter bäuerlicher Kultur, ausgestattet mit viel Liebe zum Detail. Zierliche Fenster erhellen die komfortabel ausgestatteten Räume, vom Wohn-, Schlaf- bis zum Sanitärbereich ist jeder Meter fantasievoll genutzt. Das Ergebnis sind außergewöhnliche kleine Fluchtpunkte für eine romantische Auszeit zu zweit. dan

www.kaernten-mitte.at

Autor: 
Daniel Nutz
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