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Gastkommentar: Jetzt Rahmenbedingungen für den Gastro-Aufschwung schaffen!

21.01.2021

Die Gastronomie wird aus der Corona-Krise auferstehen, meint der Wiener Fachgruppenobmann Peter Dobcak. Wie gut das gelingt hängt aber von den politischen Rahmenbedingungen ab

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„Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, Arbeitsplätze - diese zu schaffen wird die Hauptaufgabe der Regierung nach der Krise sein!“. So oder so ähnlich hat Arbeitsminister Kocher klar formuliert, was Sache ist.

Gut erkannt, doch was mir an dieser Ansage fehlt, ist der wichtige zweite Teil: „Daher müssen wir durch richtige Rahmenbedingungen dafür sorgen, es in Österreich so einfach wie möglich zu machen, ein Unternehmen zu gründen, wirtschaftlich zu betreiben und damit jene Arbeitsplätze zu schaffen, die wir so dringend brauchen.“

Was die Regierung tun muss

Ich kann nur hoffen, dass der Gesetzgeber durch die fatalen Auswirkungen dieser Krise erkennt, und sieht wie wichtig richtig gesetzte rechtliche Rahmenbedingungen sind. Ganz nach dem Krisen-Motto der Bundesregierung. „So wenig wie möglich, so viel wie notwendig!“ Diesem Credo gilt es auch bei der längst überfälligen Reform der Gewerbeordnung und vielen anderen Vorschriften in Bund und Land zu folgen. Die derzeit gültigen rechtlichen Grundlagen machen eine nachhaltig wirtschaftliche Betriebsführung nahezu unmöglich. Das hat die faktisch unmittelbar einsetzende Liquiditätskrise in der Gastronomie ab dem ersten Lockdown nur zu deutlich gezeigt.

Nicht nur der Gesetzgeber, auch wir Gastronomen müssen unsere Hausaufgaben gründlich erledigen. Für viele wird es notwendig sein, sich völlig neu zu erfinden. An erster Stelle steht ein klar definiertes Produkt. „Wofür stehe ich mit meinem Betrieb? Warum soll der Gast gerade zu mir kommen? Egal ob Sterne-Küche, das Beisl ums Eck oder die rustikalste Hütte der Stadt. Jeder findet seinen Gast, wenn das Produkt klar erkennbar ist.

Unternehmer müssen rechnen können

Grundlage, und Sie ist nun einmal die Basis für quasi jedes Geschäft, ist die Betriebswirtschaft. Zahlen sind oft brutal, aber ehrlich. Die Zeiten, wo es genügt gut kochen zu können sind lange vorbei. Als Unternehmer musst Du rechnen können, alles andere kann man zukaufen.

Das heißt aber auch, die Angst vor dem Gast zu verlieren und unser aller großartige Leistung nicht mehr unter Wert zu verkaufen. Gastronomie ist nicht selbstverständlich, das hat die Krise gezeigt. Nützen wir diese Chance, denn auch wir haben nichts zu verschenken!

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