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Festspiele der Alpinen Küche im Salzburger Land

13.06.2019

Die Alpine Küche hat das Potenzial zu einer der prägenden Stilrichtungen der internationalen Kulinarik zu werden. Davon sind zumindest die Organisatoren der 1. Ausgabe der Festspiele der Alpinen Küche überzeugt. Die Veranstaltung vereint im September in Zell am See einige der besten „alpinen“ Köche aus Österreich, Italien und der Schweiz sowie Produzenten des Alpenraums auf einer Bühne. ÖGZ-Leser haben die Chance auf verbilligte Tickets!

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Bei der „Alpinen Küche“ geht es nicht um die Etablierung einer neuen „Nationalküche“. Vorbild ist eher die Erfolgsstory der „Skandinavischen Küche“. Der gesamte Alpenbogen stellt eine unerschöpfliche Ressource für die heimische Gastronomie dar. Einzigartige lokale Zutaten und von Hand gemachte Qualitätsprodukte, seit Jahrhunderten überlieferte Rezepte und kreative Köche, die sich darauf verstehen, diese zu wunderbaren und vor allem unverwechselbaren Gerichten zu verarbeiten oder gänzlich neu zu interpretieren: All das macht die Alpen zu einer der derzeit aufstrebendsten kulinarischen Regionen weltweit.

Megatrend Regionalität

Dazu trägt freilich auch der aktuelle Trend hin zu Nachhaltigkeit, Regionalität und lokalen Produkten bei – der sich auch auf den Tourismus auswirkt. „Vier von fünf unserer Gäste wollen in ihrem Urlaub heimische Spezialitäten genießen“, sagt Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus GmbH (SLTG). „Kulinarik spielt bei der Buchungsentscheidung eine immer größere Rolle. Sie ist heute ein entscheidender Imageträger nicht nur für den Tourismus, sondern für den gesamten Wirtschaftsraum.“

SalzburgerLand als Vorreiter

Das SalzburgerLand hat diese Entwicklung schon früh erkannt und mit dem Salzburger Almsommer, dem Salzburger Bauernherbst oder der vor zehn Jahren ins Leben gerufenen Via Culinaria (www.via-culinaria.com) einige Meilensteine in der touristischen Angebotsentwicklung hinsichtlich Regionalität und hochwertiger Kulinarik gesetzt. „Unser Ziel ist es, mehr lokale Qualitätsprodukte und Spezialitäten auf die heimischen Speisekarten zu bringen und mehr Bauern in die Veredelung ihrer Produkte zu bringen“, so Bauernberger.

Österreich führende Kulinarik-Destination in Europa?

Auch österreichweit wurde das Thema zuletzt breit diskutiert. Spätestens seit dem im März vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) präsentierten „Masterplan für den Tourismus“ wird der internationalen Positionierung Österreichs als führende Kulinarik-Destination in Europa eine tragende strategische Rolle zugeschrieben. Dort wird das Ziel ausgerufen, Österreich als führende Kulinarik-Destination zu etablieren. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Und jetzt wird auch Geld dafür in die Hand genommen. Denn auch die Skandinavische Küche ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde von den nordischen Ländern eifrig gefördert. Wichtige Partner sind neben dem BMNT die Österreich Werbung, alle Tourismusorganisationen aus dem Alpenraum und Initiativen wie das Netzwerk Kulinarik.

Festspiele der Alpinen Küche

Ein Leuchtturmprojekt in dieser Hinsicht sind die Festspiele der Alpinen Küche, die erstmals von 14. - 21. September 2019 in Zell am See-Kaprun stattfinden werden. Initiator ist Klaus Buttenhauser, Mitbegründer des Koch.Campus und Organisator zahlreicher kulinarischer Events (https://www.gast.at/gast/fermentieren-heisst-experimentieren-172202): „Bei den Festspielen der Alpinen Küche geht es darum, die Bandbreite an Persönlichkeiten, Gerichten und kreativen Umsetzungen der Alpinen Küche auf großer Bühne zu inszenieren.“

Programmatischer Höhepunkt der Festspiele ist am Montag, 16. September:  Die Stars auf der Bühne im Ferry Porsche Congress Center von Zell am See-Kaprun sind einige der besten Köche des Alpenraums – darunter Hubert Wallner (See Restaurant Saag, Techelsberg am Wörthersee), Sven Wassmer (Grand Resort Bad Ragaz; CH), Hannes Pignater (ADLER Lodge, Ritten; ITA) Vitus Winkler (Hotel Sonnhof, St. Veit im Pongau) oder Lukas Nagl (Restaurant Bootshaus, Traunkirchen). Sie präsentieren dort ihre ‚Signature Dishes‘, erklären die Zubereitung und sprechen über ihre Kochphilosophie.  

Der wohl größte Star bei dieser Veranstaltung ist gleichzeitig auch ein Lokalmatador: Der Salzburger Spitzenkoch Andreas Döllerer (Döllerer’s Genusswelten, Golling) gilt als Pionier der jungen, kreativen Alpinen Küche. Mit seiner Trademark ‚Alpine Cuisine‘ hat er den Takt vorgegeben, dem viele seiner Kollegen nun folgen: „Die Alpine Küche ist kein Trend, sondern eine Küche mit großer Tradition, spannender Gegenwart und großer Zukunft. Es freut mich natürlich sehr, dass sich immer mehr Kollegen mit der Küche und den Produkten des Alpenraumes auseinandersetzen.“

Workshops und Marktplatz für Profis

Auch das Rahmenprogramm verspricht exzellenten Gaumenkitzel und viel Brain-Food: Neben hochkarätig besetzten Genuss-Workshops wie u.a. mit dem Schweizer Foodforscher und Vordenker der Alpinen Küche, Dominik Flammer, werden Verkostungen, ein Marktplatz mit bäuerlichen Direktvermarktern und Genussmanufakturen sowie natürlich hochklassige Versorgung mit alpiner Küche und Getränken geboten. Angesprochen werden Kulinarikfans und Profis gleichermaßen, erklärt Buttenhauser: „Foodies und Genießer, die sich von den führenden Köpfen der Alpinen Küche inspirieren lassen möchten. Die Festspiele sollen aber vor allem zum Pflichttermin für Gastronomen, Köche, Produzenten, Auszubildende, Touristiker und Kulinarik-Medien werden.“

Premiere in Zell am See-Kaprun

„Mit diesem Event-Highlight werden wir unsere Region in neue kulinarische Höhen heben“, freut sich Renate Ecker, Tourismusdirektorin von Zell am See-Kaprun. „Die Region steht bereits jetzt für Genuss und Kulinarik und mit dieser Veranstaltung können wir erneut einen thematischen Schwerpunkt setzen. Uns ist es enorm wichtig, dass sich unsere Partner mit regionalen Produzenten vernetzen und damit einen touristischen Mehrwert schaffen. Denn so können unsere Gäste die vielen hochwertigen lokalen Spezialitäten vor Ort kosten und unsere alpine Region in allen kulinarischen Facetten erleben.“

Autor: 
Thomas Askan Vierich
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