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WKÖ-Präsident Christoph Leitl
WKÖ-Präsident Christoph Leitl
© WKÖ

Ermutigendes Signal zur richtigen Zeit

28.01.2013

Wien. Seit vergangenem Freitag ist es fix: Österreichs Tourismus konnte einen neuen Nächtigungsrekord verbuchen. Für WKÖ-Präsident Christoph Leitl und WKÖ-Tourismusobmann Hans Schenner ein "ermutigendes Signal für die Gesamtwirtschaft".

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Die Hochrechnungen der letzten Tage haben die Tendenz bereits erkennen lassen, nun ist es offiziell: Die Statistik Austria meldet vergangenen Freitag mit 130,97 Mio. Gästenächtigungen 2012 den höchsten jemals gemessenen Wert. Das bedeutet, gemessen an den Vorjahresergebnissen 2011 (125,98 Mio. Nächtigungen), einen Zuwachs von 4,99 Mio. Nächtigungen und damit ein Plus von 4 Prozent.

Inländische Gäste legten stark zu
"Österreich ist ein Tourismusland und ein wichtiger Exportfaktor", kommentieren WKÖ-Präsident Leitl und WKÖ-Tourismusobmann Hans Schenner angesichts der erfreulichen Zahlen. 2011 gaben ausländische Touristen in Österreich laut Österreichischer Nationalbank (ÖNB) rd. 14,3 Mrd. Euro aus. Für Christop Leitl ist es der Nächtigungrekord 2012 darüber hinaus "ein ermutigendes Signal für die Gesamtwirtschaft zur richtigen Zeit". Gemäß Statistik Austria konnte die Zahl der Nächtigungen ausländischer Gäste um 4,8 Prozent auf 95,03 Mio. zulegen, was das drittbeste Ergebnis seit 1992 (99,76 Mio.) bedeutet. Bei inländischen Gästen wurde mit einem Plus von rund 0,64 Mio. Nächtigungen bzw. +1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 35,94 Mio. Nächtigungen ein neuer Höchstwert erreicht. Damit konnte im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 1992 das Nächtigungsminus bei den ausländischen Gästen (-4,72 Mio.) durch das Plus bei den inländischen Gästen (+5,28 Mio.) mehr als ausgeglichen werden.

Wintertourismus überholt Sommertourismus

Die 130 Millionen-Marke wurde in der Geschichte erst zwei Mal übertroffen: in den Jahren 1991 und mit den bisherigen Höchstwerten im Jahr 1992 mit 130,42 Mio. Nächtigungen. Zu Beginn der 1990-er Jahre lagen die Sommernächtigungen allerdings bei fast 80 Mio. und die Winternächtigungen bei rund 50 Mio. Nächtigungen. Mit dem damaligen Trend zu Billigairlines und günstigen Pauschalangeboten - vor allem im Sommer - zog es viele Österreicher ins Ausland. Mitte der 90er Jahre gingen insbesondere die Sommernächtigungen zurück und´pendelten sich ab 1997 bei rund 60 Mio. Nächtigungen ein. Gleichzeitig entwickelten sich die Winternächtigungen, die 2007 mit 63,3 Millionen Nächtigungen erstmals den Sommer (60,9 Mio. Nächtigungen) überholten, äußerst positiv.

Autor: 
Redaktion.OEGZ
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