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Die Käse-Missionare

05.09.2019

Eigentlich muss man den Tirolern nicht erklären, wie man guten Bergkäse macht. Die Vorarlberger Familie Geiger dachte sich trotzdem: Ein bisschen Bregenzerwälder Käse-Know-how passt auch ins Pitztal.

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Wir suchten eine Auszeit“, sagt Ida Geiger, während sie durch die Sennerei geht. Ihr und ihrer Familie seien die normalen Berufe in der Stadt zu langweilig geworden. So sind die Vorarlberger ins Pitztal gekommen, um Käse zu machen. Etwa eine halbe Stunde Gehzeit ist es von Mandarfen in St. Leon-
hard rauf zur Taschachalm auf rund 1.800 Meter Seehöhe. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen betreibt sie hier eine Gastwirtschaft und die Sennerei. 

Wandertouristen bieten die Geigers Führungen durch den kleinen Betrieb an. Mit staunenden Augen lauschen die großteils deutschen Gäste Ida Geigers Worten. Die Familie aus dem Bregenzerwald hält in einer Almsaison um die 40 Melkkühe. Im Vergleich zum Bregenzerwald sei die Tierhaltung hier anspruchsvoller, weil die Wiesen hier sehr steinig seien, erzählt Ida Geiger. Rund 30.000 Liter Milch verarbeitet Senner Wolfgang Geiger mit seinen Helfern. Daraus entstehen 3,5 Tonnen Pitztaler Bergkäse.

Das klingt nach viel, doch mit der Nachfrage hält die Produktion nicht mit. Neben dem Ab-Hof-Verkauf beliefern die Geigers einige Hotels im Pitztal. „Leider können wir nicht alle Anfragen erfüllen“, sagt Ida Geiger. Einmal habe ein Feriengast zugekauften Bergkäse als Taschacher Bergkäse verkauft bekommen. Dieser hätte bei einem Besuch in der Sennerei gleich den Unterschied geschmeckt, erzählt die Wirtin und Frau des Senners.