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Corona fordert ein weiteres Opfer:  Das Cooee alpin Hotel Lungau ist pleite.
Corona fordert ein weiteres Opfer: Das Cooee alpin Hotel Lungau ist pleite.
© COOEE alpin Hotel Lungau

COOEE alpin Hotel Lungau ist pleite

18.06.2020

Eines der Häuser des Cooee-Initiators Rainer Schönfelder ist insolvent. 

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„Wir haben 2016 ein schwieriges Erbe übernommen, viel investiert und alles versucht, um auch dieses Hotel ins Prosperieren zu bringen. Das ist leider trotz aller Bemühungen nicht gelungen. Und die Corona-Situation bewirkt nun bedauerlicherweise, dass die Insolvenz für Zederhaus unausweichlich ist“, sagt Rainer Schönfelder.

Dabei hatte alles so gut begonnen: Die Cooee alpin Designhotels in St. Johann/Tirol und Gosau haben vor der Corona-Krise floriert und liegen mit ihrem Konzept für leistbaren Urlaub jetzt erst recht im Trend. In Bad Kleinkirchheim wird schon das nächste Hotel der Unternehmensgruppe von Rainer Schönfelder gebaut. Für den Standort Zederhaus im Lungau muss jetzt allerdings in Folge der Corona-Auswirkungen Insolvenz angemeldet werden. 

Touristische Hotspots

So erfolgreich sich die familienfreundliche Philosophie der Cooee alpin Hotels am Markt etabliert hat, so schwierig gestaltete sich der Weg in Zederhaus. „Wir wollten unser Konzept nicht nur an touristischen Hotspots umsetzen, sondern auch in Orten, die ein Geheimtipp sind. Immer mit der Idee, die Schönheit unseres Landes und preisbewusste Kunden zusammenzubringen“, beschreibt Schönfelder die Ursprungsmotivation, auch in Zederhaus ein Hotel zu eröffnen.

Eine erhebliche Überschreitung der Baukosten durch frühere Projektabwicklungspartner bescherte als Altlast schon bei der Eröffnung einen schwierigen Start und machte immer wieder zusätzliche Kapitalzuschüsse durch die Eigentümer erforderlich: durch die „You Will Like it“-Gruppe von Rainer Schönfelder und seinem Partner Thomas Schmid. Analog zu den anderen Standorten setzte man auch in Zederhaus auf enge Kooperation mit Gemeinde und Land, sowie auf dasselbe Management-Setup wie in den anderen Betrieben. Schönfelder und sein Partner Schmid investierten seit 2016 zusätzlich insgesamt mehr als 2 Millionen Euro, um den Betrieb und den Finanzierungskredit für das „Alpincenter Zederhaus“ in Höhe von 4,5 Millionen Euro zu bedienen. Rainer Schönfelder: „Unsere Hoffnung, über den Skitouren-Tourismus einen Impuls für die Region setzen zu können, hat sich leider nicht erfüllt. Wir hatten zwar eine gute Auslastung, allerdings ist die Frequenz im Haus primär über Tagestouristen und Reisegruppen entstanden, was die Bewirtschaftung und Preisgestaltung wesentlich schwieriger macht und dafür ist unser Konzept einfach nicht ausgelegt.“

Existenzielle Herausforderungen

Schönfelder: „In einer Phase, wo die Corona-Maßnahmen und ihre wirtschaftlichen Folgen ohnehin die komplette Tourismusbranche vor existenzielle Herausforderungen stellen würden, käme man mit einem ‚Sorgenkind‘ wie dem Hotel in Zederhaus schneller an die Grenzen“, so Schönfelder. „Irgendwann muss man sich eingestehen: Es geht so nicht mehr! Dieser Punkt ist jetzt erreicht: Die sich anhäufenden Verluste plus die Effekte der Corona-Pandemie lassen einfach keine positive Fortbestandsprognose zu – bei Verbindlichkeiten von 4,8 Millionen Euro ist es mit unserem Konzept nicht möglich, den Betrieb wirtschaftlich sinnvoll weiterzuführen. Das tut natürlich weh."

Lockdown

Die wochenlange Schließung des Alpincenters Zederhaus bedingt durch den österreichweiten Corona-Lockdown für die Hotellerie habe eine Wiedereröffnung obsolet gemacht, so Schönfelder, was jetzt zur Folge habe, dass keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hotels unmittelbar von der Insolvenz betroffen seien: „Alle Dienstverhältnisse haben bereits mit der behördlichen Schließung aufgrund der Covid-19-Pandemie Mitte März 2020 geendet.“ Mit Gästen, die bereits für Sommer und Winter 2020/2021 Urlaub im Lungau gebucht hatten, stehe man im Austausch, um individuelle Lösungen zu finden

Autor: 
Alexander Grübling
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