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Auch so kann man Tiere halten

10.09.2020

Der Fleischer Hörtnagl hat schon früh begonnen, die Landwirtschaft in den Vermarktungsprozess regionaler Produkte ­einzubinden – und beliefert auch die Gastronomie mit besonderem Fleisch

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Der Fleischhauer mit einer Jahresproduktion von 2.700 Tonnen Fleisch- und Wurstwaren aus österreichischer und Tiroler Herkunft garantiert seinen zuliefernden Tiroler Bauern die Abnahme der Tiere und zahlt einen deutlichen Mehrpreis. In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Grauviehzuchtverband startete Hörtnagl 1990 das Projekt „Tiroler Grauvieh-Almochs“: ein regionales hochwertiges Fleischvermarktungsprogramm. „Unsere Mission war es, nicht nur über die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft zu reden, sondern sie in Form von echten Partnerschaften zu praktizieren“, sagt Hauptgesellschafterin Doris Daum-Hörtnagl.
Die Gastronomie mit eigenem Lieferservice kommt so in den Genuss eines hochwertigen Produktes mit garantierter Herkunft und strengen Richtlinien hinsichtlich Fütterung und Haltung. 
Es werden nur reinrassige Ochsen der Rasse Tiroler Grauvieh berücksichtigt. Die Tiere müssen in Tirol geboren und gefüttert sowie ihrer Art entsprechend gehalten werden. Sie erhalten möglichst viel Auslauf und werden mindestens einmal gealpt. Um eine entsprechende Fleischqualität zu erreichen, ist eine Reifefütterung notwendig. Diese geschieht am Hof des aufziehenden Bauern. In dieser Zeit wird den Tieren neben ausreichend Grundfutter in Form von Gras bzw. Heu ein hochwertiger Getreideschrot, bestehend aus Roggen und Gerste, angeboten.

Tiroler Hofschwein

Die Tiroler Hofschweine wachsen in geräumigen Gemeinschaftsboxen auf, somit haben sie genügend Platz für Bewegung und ihre natürlichen Bedürfnisse. Die Kombination aus artgerechter Tierhaltung und Schlachtung sowie die Verwendung bester Futtermittel resultiert in einer überdurchschnittlichen Fleischqualität.

Tiroler Almschwein

Etwas ganz Besonders und leider nur wenige Wochen im Jahr verfügbar ist das „Tiroler Almschwein“. Die etwas über 300 Schweine stammen von sechzehn Tiroler Sennalmen, wo sie von Juni bis September den Sommer verbringen. Denn dort, wo täglich Käse erzeugt wird, entsteht die beste Futtergrundlage für Fleisch der Spitzenklasse: frische, hochwertige Molke. 
Weiters ernährt sich das Tier von frischen Gräsern auf den Almwiesen, kühlem Quellwasser und kräftigendem Getreide. Auch die frische Luft in der Höhe verbessert die Entwicklung. Viel Auslauf und Ruhe sind die beste Grundlage für gesundes und zartes Fleisch. Alle Almen, die Almschweine mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“ halten, sind kontrollierte Betriebe. Sie werden regelmäßig überprüft, beraten und müssen strenge Richtlinien einhalten. 

Autor: 
Thomas Askan Vierich
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