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Apps können den Betrieb in der Krise kommunikativ zusammenzuhalten.
Apps können den Betrieb in der Krise kommunikativ zusammenzuhalten.
© Alexander Grübling

Apps als Motivatoren

21.04.2021

Ein Hotelbetrieb besteht aus vielen Abteilungen: Rezeption, Housekeeping, Technik, Service, Management. Damit die Absprachen klappen, müssen alle stets auf dem Laufenden sein. Für den richtigen
Informationsfluss nutzen manche Häuser eine Mitarbeiter-App. Doch was bringen diese Tools?

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Die österreichische App Hotelkit ist im Wiener Hotel Das Capri schon vor Corona ein zentrales Kommunikationsinstrument gewesen. Dabei geht es nicht nur um organisatorische Dinge, sondern auch darum, sich gegenseitig zu loben und wertzuschätzen. Das passiert in der „Gut gemacht“-Gruppe, die regen Zulauf hat. 

Innerhalb eines Jahres kamen schon mal fast 1.000 Einträge zusammen. Durch Corona wurde die App noch wichtiger, berichtet Geschäftsführerin Verena Brandtner-Pastuszyn. „Während der langen Schließzeit ist Hotelkit für uns das maßgebliche Tool, um mit allen in Kontakt zu bleiben.“ Gleich nach dem ersten Lockdown eröffnete das Management eine „Zusammen sind wir stark“-Gruppe. Da wurde Alltägliches gepostet: Fotos von Spaziergängen in verschneiten Winterlandschaften oder vom Kücheneinbau zu Hause, Anleitungen zum Gitarrespielen. Alles, was ein bisschen Freude macht, so Brandtner-Pastuszyn. Die „Zusammen sind wir stark“-Gruppe wurde dann durch „hotelkit-Moments“ abgelöst, den Social Stream innerhalb der App. Die Inhalte sind aber ähnlich geblieben. Es gibt Einblicke ins Privatleben während des Lockdowns. Brandtner-Pastuszyns Fazit: Hotelkit hilft, den ganzen Betrieb in der Krise kommunikativ zusammenzuhalten. 

Aktuelle Infos per App

Alle erreichen trotz Lockdowns – bei Hotelgruppen ist das noch aufwendiger. Zu „Premier Inn Deutschland“ gehören 30 Hotel-Teams und das Support Centre. Insgesamt 720 Personen, von denen 97 Prozent die Schweizer Beekeeper-App nutzen. „Ohne Beekeeper könnten wir einen Großteil der Mitarbeiter in den Hotel-Teams nicht direkt erreichen“, sagt Karen Heiland, Internal Communications & Engagement. Die Art der Ansprache und die Kommunikationswege haben sich durch Corona zwar nicht verändert, die Inhalte und auch die Frequenz offizieller Posts aber schon. Viele schmerzliche Entscheidungen wurden via Beekeeper verkündet: vor­übergehende Hotelschließungen, Kurzarbeit. Hinzu kamen Infos über die sich immer wieder ändernden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. In diesen Fällen hat sich COO Inge Van Ooteghem meist direkt via Beekeeper an die Teams gewandt. 

Aus Live-Events werden Videos

Anfang März gab es einen Update-Call, in dem die Geschäftsführung die Mitarbeiter über das aktuelle Infektionsgeschehen, die anhaltend schwierige Situation der Hotelbranche und Entwicklungen innerhalb des Unternehmens informierte. Ein Live-Event, bei dem auch vorab eingereichte Fragen aus den Teams beantwortet wurden. Da nicht alle Hotelmitarbeiter an dem Call teilnehmen konnten, hat man die Aufzeichnung im Anschluss auf Beekeeper geteilt. Aus dem Live-Event entstand zudem ein Video, in dem die Kollegen des Support Centres jedes einzelne Premier-Inn-Team in Deutschland namentlich ansprachen, grüßten und zum Durchhalten ermutigten. Auch dieses Video wurde auf Beekeeper geteilt. Die beste Motivation kommt für Heiland aus den Hotel-Teams selbst. „Sie helfen mit ihren Beiträgen, Fotos und tollen Ideen durch diese schwere Zeit.“

Text: Andreas Lorenz-Meyer

Autor: 
Andreas Lorenz-Meyer
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