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Das Almdudler Haus in Wien-Grinzing
Das Almdudler Haus in Wien-Grinzing
© Ildbaloh / Wikimedia

Almdudler gegen Coca-Cola

02.04.2019

Bei einer Trennung gibt es öfters Scherben, oder Brösel. So offensichtlich auch zwischen Coca-Cola und Almdudler. 

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Worum geht es? Die jahrelange Vertriebspartnerschaft mit Coca-Cola wurde Ende des Vorjahres von Almdudler gekündigt. Das 1957 gegründete Wiener Familienunternehmen arbeitet jetzt mit Otta-
kringer/Vöslauer zusammen (die ÖGZ berichtete). Almdudler war mit den Vertriebsleistungen des US-Konzerns nicht zufrieden. 

1.300 Vertriebspartner

Das führte dazu, dass Coca-Cola mit seinem „Kinley Kräuter Kracherl“ (siehe ÖGZ 5/2019) einfach selbst ein Produkt einführte, das dem Almdudler geschmacklich sehr ähnlich ist. Und das sehr erfolgreich: In der Gastronomie ist die Kräuterlimonade von Coca-Cola bereits an 1.300 Orten erhältlich, unter anderem im Falkensteiner Hotel Wien und Hotel Imperial sowie bei Autogrill und Landzeit. „Das Interesse an Kinley Kräuter Kracherl in der Gastronomie ist enorm“, sagt der Vertriebsdirektor bei Coca-Cola HBC Österreich, Herbert Bauer. 
Das stößt wiederum dem anderen Produzenten von kohlensäurehaltiger Limo übel auf. „Bei rationaler Überlegung hätte ein professioneller globaler Konzern jedoch keine Kopie einer starken und in Österreich seit vielen Jahrzehnten tief verankerten Marke auf den Markt gebracht, zumal die Österreicher ja eindeutig Almdudler bestellen und nicht irgendeine Kräuterlimonade“, so Schilling in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Das kleine Wiener Familienunternehmen gegen den großen Weltkonzern – man darf gespannt sein, wie es weitergeht. 

Autor: 
Daniel Nutz
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