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50 % aller Betriebe bereits rauchfrei

02.08.2019

Keine Probleme: Rund die Hälfte der Gastronomie-Betriebe hat bereits auf Nichtraucher umgestellt und sieht durch die Gesetzesänderung keinerlei Probleme, wie aus einer aktuellen market-Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hervorgeht.

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Am härtesten vom Rauchverbot in der Gastronomie ab 1. November 2019 betroffen sind Shisha-Bars, Nachtlokale und Clubs. Fast ein Fünftel der Unternehmen kann aber keinen Gastgarten oder eine Terrasse als Raucherzone im Freien anbieten und muss die Gäste dann vor das Lokal auf die Straße schicken. "Zehn Prozent davon glauben, dass das ein großes Problem wird", sagte der Obmann des Fachverbands Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, Mario Pulker, am Donnerstag bei der Präsentation der Umfrage.

Strengerer Anrainerschutz

Konkret werden massive Anrainerbeschwerden befürchtet. "Da wird es eine vorverlegte Sperrstunde geben." Das wiederum könnte einige Betriebe in den Konkurs treiben. Rund ein Zehntel der Betriebe habe nach dem 1. Mai 2018 noch in Nichtraucherschutz investiert. Barbetreiber sehen sich vor einem gravierenden Problem, denn sie machen ihr Hauptgeschäft zwischen 22.00 und 6.00 Uhr. "Nun zwingt man die Gäste hinaus in die Gassen und das führt bestimmt zu einer Lärmentwicklung und Anrainerbeschwerden", meinte Pulker. 

Im Unterschied zu Italien, Kroatien oder England sei der Anrainerschutz in Österreich strenger. In Italien gelten die Ruhebestimmungen laut Pulker erst ab 2.00 Uhr und in Kroatien ab 4.00 Uhr. Wer in England in der Nähe eines Pubs wohne, habe keine Möglichkeit, sich behördlich über Lärm zu beschweren.

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